KFZ-Kennzeichen in Deutschland

Deutsche KFZ-Kennzeichen verbinden regionale Herkunft, Fahrzeugidentifikation und amtliche Zulassung in einem kompakten System. Das Ortskürzel zeigt die zuständige Zulassungsregion, die Erkennungsnummer unterscheidet das einzelne Fahrzeug, und die Plaketten dokumentieren Zulassung sowie Hauptuntersuchung.

Wie ist ein deutsches Kennzeichen aufgebaut?

Ein normales Kennzeichen beginnt mit dem Unterscheidungszeichen. Dieses besteht aus einem bis drei Buchstaben und steht für eine Stadt, einen Landkreis oder eine andere zuständige Zulassungsbehoerde. Beispiele sind B für Berlin, M für Muenchen, K für Koeln, DD für Dresden oder BM für den Rhein-Erft-Kreis.

Nach dem Ortskürzel folgt die Erkennungsnummer. Sie besteht aus einer Buchstaben- und Zahlenkombination, die innerhalb der Zulassungsregion vergeben wird. Zusammen bilden Ortskürzel und Erkennungsnummer das amtliche Kennzeichen. Auf dem Schild befinden sich außerdem die Zulassungsplakette und die HU-Plakette.

Was sagt das Ortskürzel aus?

Das Ortskürzel ist für viele Menschen der spannendste Teil des Nummernschilds, weil es direkt auf eine Region hinweist. Manche Kürzel sind selbsterklärend, andere stammen aus historischen Kreisnamen oder vom Verwaltungssitz eines Landkreises. Durch die Kennzeichenliberalisierung können in vielen Regionen auch alte Kürzel wieder ausgegeben werden.

Wichtig ist: Ein Kennzeichen zeigt nicht zwingend den aktuellen Wohnort des Halters. Seit der bundesweiten Kennzeichenmitnahme können Fahrzeuge bei einem Umzug ihr bisheriges Kennzeichen in vielen Faellen behalten. Für die neue Zuteilung eines Wunschkennzeichens bleibt aber die zuständige Zulassungsstelle maßgeblich.

Welche Kennzeichenarten gibt es?

Neben dem Standardkennzeichen gibt es mehrere Sonderformen. Ein H-Kennzeichen wird für historische Fahrzeuge genutzt, ein E-Kennzeichen für bestimmte elektrisch betriebene Fahrzeuge. Saisonkennzeichen gelten nur für einen festgelegten Zeitraum im Jahr. Gruene Kennzeichen sind für bestimmte steuerbefreite Fahrzeuge vorgesehen, rote Kennzeichen für besondere Nutzungen wie Probe- oder Überfuehrungsfahrten.

Jede Kennzeichenart hat eigene Voraussetzungen. Auch die Länge der Wunschkombination kann davon abhaengen, ob Zusatzzeichen wie H, E oder ein Saisonzeitraum auf das Schild passen müssen.

Wie finde ich das richtige Kennzeichen?

Wenn Sie ein Kürzel auf einem Fahrzeug gesehen haben, suchen Sie am besten direkt nach dem Ortskürzel. Wenn Sie Ihr eigenes Fahrzeug zulassen möchten, ist die Zulassungsstelle an Ihrem Wohnort oder Betriebssitz entscheidend. Unsere Kennzeichenliste führt die aktuell im Projekt gepflegten Kürzel mit Region und Bundesland auf.

Häufige Fragen

Kann ich mein altes Kennzeichen behalten?

Bei einem Umzug innerhalb Deutschlands ist die Kennzeichenmitnahme in vielen Faellen möglich. Sie müssen das Fahrzeug aber weiterhin korrekt ummelden und die Daten bei der zuständigen Behörde aktualisieren.

Kann ich jedes freie Wunschkennzeichen bekommen?

Nein. Die Kombination muss technisch auf das Schild passen, darf nicht gesperrt sein und darf nicht gegen die guten Sitten verstoßen. Ausserdem muss die Reservierung zur zuständigen Zulassungsregion passen.

Was ist der Unterschied zwischen Reservierung und Zuteilung?

Die Reservierung sichert eine Kombination vorübergehend. Die Zuteilung erfolgt erst bei der Zulassung, wenn die Behörde die Unterlagen prueft und das Kennzeichen offiziell vergibt.

Amtliche Grundlage

Die Zuteilung von Kennzeichen ist in der Fahrzeug-Zulassungsverordnung geregelt. Dort ist unter anderem beschrieben, dass das Kennzeichen aus Unterscheidungszeichen und Erkennungsnummer besteht und die Kombination nicht gegen die guten Sitten verstoßen darf.

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